Ohne Mitarbeitermotivation läuft ein Unternehmen schnell ins Aus. Nur mit gestärkten, selbständigen und engagierten Beschäftigten lässt sich eine Firma langfristig erfolgreich führen. Doch was genau macht gute Mitarbeiterführung aus? Und welche Wege führen dabei zum Ziel?

Mitarbeitermotivation ist mehr als eine Gehaltserhöhung

Beim Thema Mitarbeitermotivation denken viele zunächst an finanzielle Anreize: Eine Gehaltserhöhung, Bonusausschüttungen oder bezahlter Zusatzurlaub zählen ebenso dazu wie der Erwerb von Vorzugsaktien oder Geschäftsanteilen. Doch zur erfolgreichen und vor allem nachhaltigen Mitarbeiterführung gehört weit mehr als eine Anhebung der Bezüge. Der Grund hierfür liegt in einem gewissen Gewöhnungseffekt: Mitarbeiter nehmen eine neue Einkommenshöhe oft sehr schnell als selbstverständlich hin und vergessen, dass damit eigentlich eine besondere Leistung honoriert werden sollte. Vor allem bei befristeten Prämienzahlungen kann dies nach hinten losgehen: Läuft die Zahlung irgendwann aus, sinkt die Motivation möglicherweise deutlich. Wie finanzielle Anreize gehört auch Lob zu den eher kurzfristigen Motivationsmaßnahmen. Insbesondere, wenn es allzu häufig und überdies gedankenlos gegeben wird, nutzt es sich schnell ab. Lob sollte daher immer nur bei wirklich außergewöhnlichen Leistungen ausgesprochen und dabei stets konkret formuliert werden. Zudem sollte es – ebenso wie Einkommenssteigerungen – nicht ohne weitere Motivationsanreize daherkommen.

Die wichtigsten Zugpferde erfolgreicher Motivation

Die wichtigsten Zugpferde der erfolgreichen Mitarbeiterführung sind neben einem guten und auf fairem Umgang zwischen allem Beschäftigten fußenden Betriebsklima vor allem die Einräumung weitgehender Entscheidungsautonomie sowie ein möglichst regelmäßiges und ehrliches Feedback zur geleisteten Arbeit, welches deutlich über ein oberflächliches „Gut gemacht!“ hinausgeht. Mitarbeiter bekommen so das Gefühl, vom Vorgesetzten ernst genommen und als kompetent und zuverlässig eingeschätzt zu werden. Wichtig ist ferner die Zuweisung herausfordernder Aufgaben, die im Idealfall den Mitarbeiter in die Planung und Umsetzung strategischer Firmenziele mit einbezieht. Das wichtigste Stichwort hierbei heißt Partnerschaft: Der Mitarbeiter als Partner des Vorgesetzten. Als – in der konkreten Arbeitsaufgabe – weitestgehend gleichberechtigter Mitwirker. Wichtig hierbei sind zwei Dinge: Konsequenz und Transparenz. Nur die konsequente Verfolgung langfristiger Unternehmensziele in Verbindung mit einer permanenten Ermutigung und Förderung der Mitarbeiter sowie eine transparente Firmenpolitik führen zu nachhaltigem Erfolg. Beschäftigte, die über einen Mangel an Informationen klagen – und sei diese Empfindung auch nur subjektiv – werden kaum motiviert sein. Daher ist eine große Transparenz ein wichtiger Schlüssel zur Motivation von Mitarbeitern.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung: Der Chef als Trainer

Vor allem das Verhalten der Vorgesetzten entscheidet über Erfolg oder Misserfolg bei der Mitarbeiterführung. Daher ist der größte Motivationsfaktor ohne Frage eine Führungskraft, die sich als echtes Teammitglied versteht und sich für die Belange und Sorgen ihrer Mitarbeiter einsetzt. Ein Chef, der nach dem Motto vorgeht: „Die Zuteilung des Arbeitspensums muss immer eine Handbreit über der Belastungsgrenze liegen“ schaufelt sich betrieblich gesehen sein eigenes Grab, denn er erreicht durch ein solches Vorgehen das ganze Gegenteil von Motivation, nämlich Frust und Enttäuschung. Um ein erfolgreicher Motivator zu sein, muss der Vorgesetzte stattdessen die Grenzen seine Mitarbeiter kennen und respektieren. Er muss die ihm anvertrauten Beschäftigten ernst nehmen und fürsorglich behandeln. Und bei alldem sollte er sein wie ein Trainer, der die Mannschaft immer  wieder zum Durchhalten und zum Siegen anspornt. Dazu gehört auch, in Fragen der Leistungsbereitschaft wie im Sozialverhalten mit gutem Beispiel voranzugehen. Erfolgreiche Mitarbeiterführung heißt schließlich auch, an die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter zu glauben und ihnen dies zu zeigen! Das kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der Chef seine Bediensteten zu hochwertigen Fortbildungsveranstaltungen schickt und ihnen damit signalisiert, dass er ihnen die Zueignung des dabei vermittelten Wissens zutraut, in dem er sie aktiv fördert. Gerade diese Maßnahmen zählen zu den erfolgreichsten Motivationsmöglichkeiten, in die zwar zunächst investiert werden muss, die sich für die Firma aber langfristig finanziell auszahlen.

 

Tags: ,