Draußen sind es 30 Grad im Schatten. Man selbst würde zwar jetzt lieber am Strand liegen und ein Eis schlecken, aber der Urlaub lässt noch auf sich warten. Was muss und kann der Arbeitgeber tun, um den Mitarbeitern Erleichterung zu verschaffen und welche Möglichkeiten hat der Mitarbeiter?

Hitze im Büro

Wer denkt nicht gerne an die Schulzeit zurück, wenn draußen die 30 Grad-Marke geknackt wird. Entweder gab es verkürzte Unterrichtsstunden oder der Direktor rief Hitzefrei aus. In der Arbeitswelt gibt es das leider nicht mehr. Doch auch hier hat der Vorgesetzte entsprechende Vorkehrungen zu treffen, damit die Mitarbeiter nicht im eigenen Saft schmoren müssen. Klimaanlagen sind in vielen Büros noch nicht Standard und werden vom Gesetzgeber auch nicht vorgeschrieben. Ein Muss sind aber Jalousien und Markisen ab einer Raumtemperatur von 26 Grad. Bei über 30 Grad muss am frühen Morgen ordentlich durchgelüftet werden, entweder durch den ersten Mitarbeiter im Büro oder dem Hausmeister. Ein Wasserautomat, Eis und Obst lässt das Mitarbeiterherz höher schlagen. Die Einführung von Gleitzeit oder lockerere Bekleidungsvorschriften sind ebenfalls Maßnahmen bei Sommerhitze. Ist körperliche Arbeit oder die Arbeit mit Schutzbekleidung notwendig, müssen die geltenden Maßnahmen im Büro ab 30 Grad bereits bei 26 Grad ausgeführt werden. Lässt das Gebäude diee Installation einer Klimaanlage nicht zu, können auch schon Standventilatoren für Erleichterung sorgen. Exotisch wird es bei Temperaturen ab 35 Grad. Luftduschen, Wasserschleier, Hitzepausen und Hitzeschutzkleidung können den Schweißperlen Abhilfe schaffen.

Übrigens: Der Arbeitnehmer darf sich nicht selbst Hitzefrei geben. Zuerst muss er dem Vorgesetzten Gelegenheit geben, für Abkühlung zu sorgen. Geschieht dies nach einer angemessenen Zeit (Tage) nicht, darf der Mitarbeiter unter Berufung auf das „Zurückbehaltungsrecht“ zu Hause bleiben oder ohne Absprache gehen.

Cooler Mitarbeiter

Um für sich selbst Abkühlung zu verschaffen, hat auch der Mitarbeiter verschiedene Möglichkeiten. Wir geben 5 Tipps gegen das Schwitzen und sorgen damit für mehr Wohlbefinden im Büro während der heißen Tage.

Tipp 1

Morgens lüften und bevor es wärmer wird, Fenster schließen, Jalousien herunterfahren und Ventilator an. So bleibt es angenehm kühl im Büro.

Tipp 2

Kühle Beine erreicht man entweder über seinen persönlichen Minipool unter dem Schreibtisch in Form einer großen Schüssel oder Eimer. Kalte Umschläge oder Wasser aus einer Sprühflasche (ohne sich danach abzutrocknen) sorgen ebenfalls für einen Frischeeffekt. Noch etwas ganz Ausgefallenes: Einlegesohlen oder Coolpacks über Nacht in das Gefrierfach legen und am nächsten Tag in die Schuhe legen – Laufend abkühlen.

Tipp 3

Wasser ist das Elixier des Lebens. Vor allem im Sommer sollte man immer eine Flasche Wasser bei sich haben und um die drei Liter trinken. Wer etwas mit mehr Geschmack braucht, sollte in das Wasser Limettenscheiben, Minzblätter, Beeren oder losen Früchtetee (im Teenetz) geben. Limo, industriell hergestellter Eistee oder Fruchtsäfte enthalten zu viel Zucker und sorgen damit nicht wirklich für ein körperliches Wohlbefinden.

Tipp 4

Öle nutzen: Wer ca. vier Tropfen Teebaumöl morgens in sein Shampoo träufelt, behält über den Tag hinweg einen kühlen Kopf. Menthol an die Gelenkstellen aufgetragen gibt ebenfalls Erfrischung und ebenfalls vier Tropfen Chinaöl auf einen nassen Lappen sorgt beim Abreiben von Stirn, Unterarmen und Beinen für Verdunstungskälte.

Tipp 5

Lust auf ein Eis? Die leckerste Form von Wasser oder Sahne/Milch. Ob Softeis, Wassereis oder Kugeleis, dem Genuss sind keine Grenzen gesetzt. Und jeden Sommer werden neue Sorten auf den Markt gebracht. Dauerschlager sind übrigens Stracciatella, Schokolade und Vanille.

Obstliebhabern seien Südfrüchte kühlsten ans Herz gelegt. Wassermelone, Ananas, Nektarine, etc. peppen den eigenen Wasserhaushalt auf und sind ein toller Pausensnack, da sie als leichter Genuss den Magen nicht beschweren. Und da man beim Schwitzen auch Mineralstoffe verliert, sollte man Suppen oder Seranoschinken probieren. Wie wäre es also zum Mittagessen mit Honigmelone und Seranoschinken und als Dessert ein Früchteeisbecher?

 

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