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21.06.2013, Deutschland

86 Prozent der Deutschen für Mindestlohn

Laut einer Umfrage von infratest dimap sprechen sich 86 Prozent der Deutschen für einen gesetzlichen Mindestlohn aus.

Im Auftrag des DGB befragte infratest dimap Anfang Juni über 1.000 walhberechtigte Bürger zum Thema Mindestlohn. Das Ergebnis: 86 Prozent der Befragten sprachen sich für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohn aus. Das sind fast 30 Prozent mehr als noch im Jahr 2006, als schon einmal eine Umfrage zu diesem Thema stattgefunden hat. Den Erfolg wertet der DGB als ein Verdienst der seiner Mindestlohnkampagne und der Gewerkschaften. Das zögerliche Verhalten der Bundesregierung stößt daher beim DGB auf Unverständnis. Er bezeichnet die derzeit geltende Lohnuntergrenze als ein „Als-ob-Mindestlohn“, der „Billigheimern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber tariftreuen Betrieben verschafft“. Zudem bildet Deutschland mit dem Verzicht auf einen gesetzlichen Mindestlohn beinah eine Ausnahme im Vergleich zu anderen Ländern in Europa und der USA. Luxemburg ist der Spitzenreiter. Jährlich wird der Mindestlohn angepasst. Derzeit steht er bei 10,83 Euro. Der französische Mindestlohn liegt bei 9,43 Euro und damit auf dem zweiten Platz im europäischen Ranking. Da die Verhandlungen um einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland nur schleppend vorangehen, haben viele Bundesländer eine eigene Tariftreueregelung eingeführt. Zuletzt trat am 10. Juni der hamburgische Landesmindestlohn von 8,50 Euro in Kraft. Ab dem 1. Juli gilt in Baden-Württemberg das Tariftreue- und Mindestlohngesetz . Laut einer Übersicht der Hans-Böckler-Stiftung sind lediglich nur noch Sachsen, Hessen und Bayern ohne Tariftreue-Regelung.

Die aktuell geltenden Tariftreueregelungen finden Sie auf Vergabe24 unter Gesetze & Verordnungen.

Mehr Informationen zum Thema Mindestlohn erhalten Sie auf den Internetseiten des eutschen Gewerkschaftbundes.

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