Euro-Geldscheine und Tablettenblister als Symbolbild für Arzneimittelbeschaffung und Gesundheitsausgaben.
News

Studie: Nachhaltige Beschaffung senkt Antibiotika-Lieferengpässe

Anlass der Untersuchung, über die die Deutsche Apotheker Zeitung berichtet, war ein Lieferengpass von Antibiotika in norwegischen Krankenhäusern, nachdem bei einem chinesischen Wirkstoffhersteller 2016 ein Feuer ausgebrochen war.

Bis dahin war der Preis mit 40 Prozent das wichtigste Entscheidungskriterium für den Einkauf gewesen. Nach dem Vorfall überprüfte Norwegen den Beschaffungsprozess und probierte ab 2019 eine andere Matrix als Entscheidungsgrundlage aus. Neu hinzu kam das Kriterium „Umwelt“ mit einer Gewichtung von 30 Prozent. Dort wurde fortan beispielsweise bewertet, ob das Bieterunternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ein Abfallmanagement eingerichtet hat. Der Preis hatte nur noch zu 25 Prozent Einfluss.

Es zeigte sich, dass die Hersteller aufgeschlossen reagierten und die Lieferantenbasis konstant blieb. Lieferengpässe verringerten sich (16 versus 27 Prozent), und die Dauer der Probleme war mit 82 Tagen (versus 145 Tage) deutlich geringer.

Quellen:

Wissen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

28.07.2026 | News

Berliner Vergabegesetz: Höhere Wertgrenzen und strengere Tariftreuepflicht

Höhere Schwellenwerte, aber auch eine strengere Tariftreuepflicht – das sind die Kernpunkte des neuen Vergabegesetzes in Berlin. Die IHK des Landes kritisiert die neuen Vorschriften in Teilen.
Mehr erfahren
28.07.2026 | News

Chancen und Risiken für Planer im neuen Vergabebeschleunigungsgesetz

Die Bundesarchitektenkammer hat sich mit den Auswirkungen des Vergabebeschleunigungsgesetzes auf Planungsleistungen befasst – und sieht sowohl Chancen als auch Risiken für die Branche.
Mehr erfahren
28.07.2026 | News

UBA-Leitfaden: Wege zur umweltfreundlichen Beschaffung von IT

Computer, Tastaturen oder Mäuse gehören zu jedem Büro-Arbeitsplatz auch in den öffentlichen Verwaltungen. Ein Leitfaden des Umweltbundesamtes hilft bei der umweltfreundlichen Beschaffung dieser Geräte.
Mehr erfahren
28.07.2026 | News

Entwurf für UVgO-Reform liegt vor

Die Novelle der Unterschwellenvergabeordnung ist eingebettet in andere Veränderungen zur Beschleunigung von Vergabeverfahren. Der Entwurf zeigt: Einiges dürfte tatsächlich einfacher werden.
Mehr erfahren
22.07.2026 | News

Chancen und Risiken im neuen Vergabebeschleunigungsgesetz

Die Bundesarchitektenkammer hat sich mit den Auswirkungen des Vergabebeschleunigungsgesetzes auf Planungsleistungen befasst – und sieht sowohl Chancen als auch Risiken für die Branche.
Mehr erfahren
15.07.2026 | News

Weniger Bürokratie: Das neue Vergabebeschleunigungsgesetz ist in Kraft

Dass öffentliche Aufträge schneller vergeben werden, das erhofft sich die Bundesregierung mit dem Vergabebeschleunigungsgesetz, das seit dem 1. Juli in Kraft ist. Punktuell ist weniger Bürokratie zu erwarten.
Mehr erfahren
15.07.2026 | News

Neue Verwaltungsvorschriften vereinfachen Vergabeverfahren seit 1. Juli

Drei neue Abweichende Verwaltungsvorschriften des Bundes sind zum 1. Juli in Kraft getreten. Eine betrifft Start-ups, eine andere Sicherheitsbedarfe und die dritte eine Verfahrensart bei Ausschreibungen.
Mehr erfahren
29.06.2026 | News

Gebrauchtmöbel in der öffentlichen Beschaffung – eine Hilfestellung

Wie kann man die Beschaffung gebrauchter Waren in Vergabeprozessen umsetzen? Zu dieser Frage gibt es nun für die Produktgruppe von Möbeln eine Hilfestellung der AG Zirkuläre Beschaffung.
Mehr erfahren
29.06.2026 | News

Portal für Lieferantennetzwerk in der Verteidigungsbranche

Damit Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sich vernetzen können, gibt es die Plattform „SVI Connect“. Auch Firmen der zivilen Wirtschaft, die Fuß fassen wollen, können sich darstellen.
Mehr erfahren
29.06.2026 | News

Neue Vorgaben für die Beschaffung von Recycling-Kunststoffe

Das Umweltbundesamt hat einen Leitfaden zur öffentlichen Beschaffung von recycelten Produkten aus Kunststoff aktualisiert. Insbesondere der Anbieterfragebogen kann auch für Unternehmen wertvoll sein.
Mehr erfahren
Zum Wissensbereich

Anlass der Untersuchung, über die die Deutsche Apotheker Zeitung berichtet, war ein Lieferengpass von Antibiotika in norwegischen Krankenhäusern, nachdem bei einem chinesischen Wirkstoffhersteller 2016 ein Feuer ausgebrochen war.

Bis dahin war der Preis mit 40 Prozent das wichtigste Entscheidungskriterium für den Einkauf gewesen. Nach dem Vorfall überprüfte Norwegen den Beschaffungsprozess und probierte ab 2019 eine andere Matrix als Entscheidungsgrundlage aus. Neu hinzu kam das Kriterium „Umwelt“ mit einer Gewichtung von 30 Prozent. Dort wurde fortan beispielsweise bewertet, ob das Bieterunternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ein Abfallmanagement eingerichtet hat. Der Preis hatte nur noch zu 25 Prozent Einfluss.

Es zeigte sich, dass die Hersteller aufgeschlossen reagierten und die Lieferantenbasis konstant blieb. Lieferengpässe verringerten sich (16 versus 27 Prozent), und die Dauer der Probleme war mit 82 Tagen (versus 145 Tage) deutlich geringer.

Quellen: