Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Preisprüfstatistik 2025 veröffentlicht. Bei 1.050 Prüfungen öffentlicher Aufträge mit einem Volumen von knapp 3,9 Milliarden Euro stuften die Prüfer in 293 Fällen (über 25 %) die Preise als zu hoch ein. Die daraus resultierenden Rechnungskürzungen summierten sich auf fast 25,5 Millionen Euro; inklusive Zuwendungen betrugen die Kürzungen sogar rund 28,1 Millionen Euro.
Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gehören zu den wichtigsten Grundsätzen in öffentlichen Vergabeverfahren. Dennoch zeigen die Kontrollen, dass Nachprüfungen im Vergabewesen weiterhin dringend erforderlich sind.
Zu den zentralen Ergebnissen der Statistik gehören:
- Bundesweit waren die Prüfer in 1.050 Fällen im Einsatz.
- Bayern (347-mal), Baden-Württemberg (286) und Nordrhein-Westfalen (155) wiesen die intensivste Prüftätigkeit auf.
- In Sachsen-Anhalt und im Saarland fand im Berichtszeitraum keine Kontrolle statt.
Regionale Schwerpunkte der Prüfungen
Die regionale Verteilung der Preisprüfungen fiel sehr unterschiedlich aus. Während in Flächenländern wie Bayern, Baden-Württemberg und NRW Hunderte Prüfungen stattfanden und dort entsprechend oft (120-, 50- bzw. 45-mal) gekürzt wurde, gab es in anderen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder dem Saarland gar keine Einsätze.
Der Bundesverband der Preisprüfer und Wirtschaftssachverständigen (BVdPW) betont in diesem Zusammenhang, dass die direkten Rückforderungen nur einen Teil des Erfolges ausmachen. Er geht zusätzlich von einer erheblichen präventiven Wirkung des öffentlichen Preisrechts aus.
Praxistipp für Auftragnehmer
Kalkulation absichern: Um unangenehme Überraschungen bei einer Preisprüfung zu vermeiden, sollten Bieter und Unternehmen ihre Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen stets transparent und nachvollziehbar kalkulieren.
Kurzes Fazit
Die Preisprüfstatistik 2025 unterstreicht die Bedeutung einer strengen Kostenkontrolle bei öffentlichen Aufträgen und zeigt, dass überhöhte Preise konsequent korrigiert werden.
FAQ
Was besagt die Preisprüfstatistik 2025?
Die Statistik des Bundeswirtschaftsministeriums fasst die Ergebnisse der Preisprüfungen bei öffentlichen Aufträgen für das Jahr 2025 zusammen. Dabei kam es in über 25 % der geprüften Fälle zu Rechnungskürzungen.
Wie hoch waren die Rechnungskürzungen im Jahr 2025?
Die reinen Rechnungskürzungen bei Aufträgen summierten sich auf fast 25,5 Millionen Euro. Rechnet man geprüfte Zuwendungen hinzu, betrug das Kürzungsvolumen rund 28,1 Millionen Euro.
Welche Bundesländer verzeichneten die meisten Prüfungen?
Besonders intensiv waren die Prüfer in Bayern (347 Prüfungen), Baden-Württemberg (286) und Nordrhein-Westfalen (155) im Einsatz.
Quellen:
- Bundeswirtschaftsministerium
- Bundesverband der Preisprüfer und Wirtschaftssachverständigen (BVdPW)
- dpa


