Steht die Unternehmensnachfolge im Raum, gilt es diesen Schritt nach Möglichkeit langfristig zu planen. Schließlich soll das eigene Unternehmen nach der Übergabe auch langfristig weitergeführt werden. Doch was kommt auf den Übergeber bei der Nachfolgeregelung generell zu und was gilt es zu beachten?

Langfristige Planungsdauer der Unternehmensnachfolge

Eine Unternehmensübergabe erfolgt meist nicht von heute auf morgen. Bis der letzte Schritt getan und alle Aspekte der Unternehmensnachfolge geregelt sind, können diverse Probleme auftreten. Diese gilt es zu kennen und bei der eigenen Planung mit einzubeziehen. Denn sollte die Unternehmensnachfolge auf Grund schlechter Vorbereitung scheitern, kann dies im Extremfall sogar zur Schließung des Unternehmens führen.

Die Problematik beginnt schon bei der Planung selbst. Wird der gesamte Planungszeitraum zu kurz angesetzt, werden womöglich falsche Entscheidungen auf Grund von Zeitdruck gefällt. Daher sollten die ersten Überlegungen als mittel- oder sogar langfristiges Ziel gesehen werden. Der Zeitrahmen für die Regelung der Unternehmensnachfolge sollte sich dabei im Fenster von drei bis zehn Jahren bewegen. Dies gibt die Möglichkeit, im Bedarfsfall den gewählten Kurs zu korrigieren. Doch nicht nur die zeitliche Komponente bei der Planung spielt eine erhebliche Rolle.

Weitere mögliche Probleme bei der Unternehmensnachfolge

Steht fest, dass das Unternehmen mit einem passenden Nachfolger weitergeführt werden soll, muss dieser erst einmal gefunden werden. Nicht selten suchen Unternehmen mehrere Jahre nach einem geeigneten Kandidaten. Dieser muss zum Anforderungsprofil, das bei der Planung erstellt werden muss, passen. Dies gilt sowohl für Familienmitglieder als auch externe Nachfolger. Probleme treten häufig auch bei der Einschätzung auf, was der tatsächliche Wert des Unternehmens ist. Eine realistische Einschätzung fällt vielen Altunternehmern häufig schwer. Oder aber potentielle Nachfolger haben einen vollkommen anderen Kaufpreis im Sinn. Um hier auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ist eine Unternehmensbewertung samt entsprechender Aufstellung ratsam. Diese kann auch mit Hilfe von externen Beratern erstellt werden. Auch ein Hinweis auf Förderprogramme für die Unternehmensnachfolge kann hilfreich sein. Neben staatlichen Zuschüssen und Darlehen bietet auch die EU Fördergelder an. Auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden sich etwa Fördermöglichkeiten und detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Programmen.

Des Weiteren können auch auf steuerlicher und rechtlicher Ebene Probleme auftreten. Die frühzeitige Kontaktaufnahme zum Steuerberater oder auch Rechtsanwalt kann hier böse Überraschungen vermeiden. Unterstützung bei der Planung der Unternehmensnachfolge bieten Wirtschafts- und Unternehmensverbände, aber auch Gründerberater an. Ebenso lassen sich auf diversen Veranstaltungen, etwa bei regionalen IHKs und Handwerkskammern, wichtige Informationen zur Unternehmensnachfolge einholen und so viele Dinge für die gründliche Planung im Vorfeld klären.

Der zweite Teil unserer Serie zur Unternehmensnachfolge erscheint am 10. August 2016.

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