Der sogenannte ESG-Score (Environment, Social, Governance) soll als neues Werkzeug mehr Nachhaltigkeit in den öffentlichen Einkauf bringen. Das von einem Münchener Unternehmen entwickelte Tool aggregiert verifizierte Herstellerdaten sowie Kriterien etablierter Umweltzeichen, um ein klares Ranking zu erstellen. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsaspekte für Vergabestellen genauso schnell und routiniert vergleichbar zu machen wie Preis oder Verfügbarkeit. Prominente Unterstützung erhält das Projekt bereits durch Kooperationen mit dem BME und Pilotprojekte in Schleswig-Holstein.
Wie funktioniert der ESG-Score?
Das System bündelt komplexe Umwelt- und Sozialdaten in einem leicht verständlichen Bewertungssystem:
- Datenbasis: Das Tool nutzt verifizierte Produktdaten direkt von den Herstellern sowie die strengen Kriterien bereits existierender, anerkannter Umweltzeichen.
- Zielsetzung: Beschaffer müssen nicht mehr zeitaufwendig nach Umweltzertifikaten recherchieren. Die Nachhaltigkeits-Performance wird direkt bei der Produktwahl sichtbar.
Starke Partner aus Praxis und Politik
Die Relevanz des neuen Tools spiegelt sich in ersten großen Kooperationen und Testphasen wider:
- BME-Kooperation: Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ist eine offizielle Partnerschaft eingegangen, um seinen Mitgliedern eine verlässliche und standardisierte Datengrundlage für den grünen Einkauf zu bieten.
- Pilotprojekt in Schleswig-Holstein: Das Land testet das Tool über seine zentrale Gebäudemanagement- und Beschaffungsgesellschaft (GMSH). Der Vorteil liegt auf der Hand: Nachhaltigkeitsinfos sind sofort ohne zusätzliche Rechercheschritte verfügbar.
FAQ
Wofür steht die Abkürzung ESG beim Beschaffungs-Score?
ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (gute Unternehmensführung). Der Score bewertet Produkte ganzheitlich nach diesen drei Nachhaltigkeitsdimensionen.
Wie hilft der ESG-Score öffentlichen Vergabestellen?
Der Score bereitet Nachhaltigkeitsdaten standardisiert auf, sodass Beschaffer die Umweltfreundlichkeit von Produkten ohne zusätzliche Recherchen direkt mit Kriterien wie Preis oder Lieferzeit vergleichen können.
Wer nutzt den ESG-Score bereits in der Praxis?
Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) kooperiert mit dem Anbieter, und das Land Schleswig-Holstein testet das Tool aktuell über die GMSH in der Praxis.
Quellen:

