Deutsche Flagge mit 500-Euro-Scheinen – Symbolbild für Bürokratieabbau und höhere Wertgrenzen bei öffentlichen Vergaben.
News

Bürokratieabbau auf Bundesebene durch höhere Wertgrenzen

Die sogenannten „Abweichenden Verwaltungsvorschriften zur Vereinfachung der Vergabe von niedrigvolumigen öffentlichen Aufträgen im Unterschwellenbereich“ sollen bei der Bundesverwaltung und in der Wirtschaft 300 Millionen Euro sparen.

Konkret erhöht sich die Wertgrenze für Direktaufträge bei Liefer- und Dienstleistungen von 1.000 Euro auf 15.000 Euro. Die Erhöhung wird auf ein Jahr befristet. Es ist also bei diesen Auftragsvolumina kein formelles Vergabeverfahren mehr nötig. Wohl aber müssen die Verantwortlichen die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit beachten. So soll es letztlich auch im Vergabetransformationsgesetz geregelt werden, das sich zurzeit im parlamentarischen Verfahren befindet, eventuell aber nicht mehr vor der Wahl am 23. Februar beschlossen wird.

Im Baubereich sind die Wertgrenzen für Direktaufträge bereits krisenbedingt angehoben worden – von 3.000 auf 5.000 beziehungsweise 8.000 Euro. Diese Regelung hat das Kabinett mit der abweichenden Verordnung um ein Jahr verlängert.

 

Quellen:

Wissen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

01.12.2025 | News

Neues Tariftreue- und Vergabegesetz in Sachsen-Anhalt in Kraft

Seit dem 1. November gilt in Sachsen-Anhalt ein geändertes Tariftreue- und Vergabegesetz. Es gibt dem zuständigen Ministerium die Möglichkeit, per Verordnung über den Anwendungsbereich zu entscheiden.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

EU-Behörden können im öffentlichen Auftragswesen noch besser werden

2014 schrieb die EU ihre Ziele für das öffentliche Auftragswesen fest – etwa mehr Transparenz und weniger Korruption. Erreicht hat sie diese nur teilweise, wie eine Evaluation jetzt ergeben hat.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

Lieferkettengesetz: Berichte werden nicht mehr geprüft

Weil eine Novelle für das deutsche Lieferkettengesetz vom Kabinett eingebracht wurde, können einige Regelungen daraus schon jetzt laxer gehandhabt werden. Auch auf EU-Ebene wird Bürokratieabbau wichtig.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

NRW-Kommunen mit Entscheidungsfreiheit bei Vergaben

In Nordrhein-Westfalen verlagert sich die Verantwortung für den Umgang mit Unterschwellenvergaben komplett auf die kommunale Ebene. Ein Grundsatzrahmen ersetzt die UVgO und die VOB/A Abschnitt 1.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

Anhörungen zu Vergabe-Beschleunigungsgesetzen im Wirtschaftsausschuss

Öffentliche Aufträge sollen schneller vergeben werden können – allgemein und bei der Bundeswehr. Zwei Gesetzentwürfe der Bundesregierung befinden sich dafür auf dem Weg.
Mehr erfahren
11.11.2025 | News

Aus zwei mach eins: NRW will Vergabekammern zusammenlegen

Um Abläufe zu optimieren und Synergien zu nutzen, will das Land Nordrhein-Westfalen seine beiden Vergabekammern zu einer zusammenlegen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage hervor.
Mehr erfahren
29.10.2025 | News

Neue EU-Schwellenwerte ab 1. Januar 2026

Die Schwellenwerte für europaweite Ausschreibungen sinken zum 1. Januar 2026 leicht.
Mehr erfahren
29.10.2025 | News

Gesetz in Kraft: Wohl bald viele neue Vergaben durch Sondervermögen

Am 24. Oktober ist das Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) in Kraft getreten. Damit kann die Verteilung und Verwendung von 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen beginnen.
Mehr erfahren
24.10.2025 | News

Nachhaltigkeitskriterien auch bei Direktaufträgen des Bundes anwenden

Viele Wertgrenzen bei öffentlichen Vergabeverfahren sind erhöht worden. Im Bezug auf die Bundesverwaltung bedeutet das jedoch nicht, dass auf Nachhaltigkeitskriterien verzichtet werden kann.
Mehr erfahren
24.10.2025 | News

Initiativbericht des EU-Parlaments zur EU-Vergaberechtsreform

Weniger Bürokratie oder mehr Verantwortung? Mit diesen Standpunkten lässt sich auf den Punkt bringen, worum sich die Diskussion bei der geplanten Aktualisierung der EU-Vergaberichtlinien derzeit dreht.
Mehr erfahren
Zum Wissensbereich