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28.06.2018, Deutschland

Investitionsstau von 159 Milliarden Euro

Das jetzt veröffentlichte KfW-Kommunalpanel 2018 hat errechnet, dass deutsche Kommunen mit einem über hundert Milliarden hohen Investitionsrückstand kämpfen.

Wohnraum, Schulen oder Straßen – in alle Bereiche muss ständig investiert werden, will der Staat seine Verpflichtung zur Daseinsvorsorge ernst nehmen. Vieles fällt in die Verantwortung der Kommunen, doch die kommen vielfach nicht hinterher: Das Kommunalpanel 2018 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) errechnete einen Investitionsrückstand von nahezu 159 Milliarden Euro.

Bildungseinrichtungen warten am dringendsten auf Investitionen: 47,7 Milliarden Euro entfallen auf Schulen und Orte der Erwachsenenbildung. Straßen machen den zweitgrößten Anteil aus – mit 38,6 Milliarden Euro. Die Gründe dafür, dass nötige Investitionen nicht ausgeführt werden, sieht die Umfrage insbesondere in zwei Bereichen: Zum einen gebe es eine Personalknappheit der Kommunalverwaltungen in den planungsrelevanten Bereichen, zum anderen sei die Bauwirtschaft derzeit ausgelastet. Positiv stimmt, dass die Kommunalverwaltungen selbst recht optimistisch bleiben: 42 Prozent der befragten Kommunen erwarten einen Abbau des Investitionsrückstands, da die ökonomischen Rahmenbedingungen derzeit günstig seien.

Das KfW-Kommunalpanel beruht auf einer jährlichen, repräsentativen Befragung der Kämmereien in Städten und Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern sowie allen Landkreisen.

Quelle: KfW

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