Gestresste Person vor einem Stapel Aktenordner, symbolisch für Bürokratiebelastung.
News

Studie beschäftigt sich mit „psychologischen Kosten“ öffentlicher Ausschreibungen

Die Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn vergleicht den Aufwand, den ein Kleinst-, ein kleines und ein mittleres Elektrotechnikunternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen haben. Neben tatsächlichen Kosten betrachtet sie auch die „psychologischen Kosten“ – wenn sich also etwa wegen Bürokratie, Verständnisschwierigkeiten oder gefühlter Ineffizienz Ärger breit macht.

Diese Kosten entstanden unabhängig von der Unternehmensgröße. Negative Emotionen traten dabei gar nicht so sehr bei der Angebotserstellung auf, da die Notwendigkeit eines Angebots nachvollziehbar sei. Vielmehr „nervte“ es beispielsweise, die Ausschreibungen zu finden oder die Formalien zu erledigen.

Damit kleine und mittlere Unternehmen sich weiter an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen, empfiehlt die Studie, sich um den Bürokratieabbau zu kümmern. Erhebliche Entlastung könnte es etwa bringen, wenn die Bieter alle Informationen, die bei staatlichen Stellen schon vorliegen, nicht immer wieder neu beibringen müssten.

 

Quellen:

Wissen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

01.12.2025 | News

Neues Tariftreue- und Vergabegesetz in Sachsen-Anhalt in Kraft

Seit dem 1. November gilt in Sachsen-Anhalt ein geändertes Tariftreue- und Vergabegesetz. Es gibt dem zuständigen Ministerium die Möglichkeit, per Verordnung über den Anwendungsbereich zu entscheiden.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

EU-Behörden können im öffentlichen Auftragswesen noch besser werden

2014 schrieb die EU ihre Ziele für das öffentliche Auftragswesen fest – etwa mehr Transparenz und weniger Korruption. Erreicht hat sie diese nur teilweise, wie eine Evaluation jetzt ergeben hat.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

Lieferkettengesetz: Berichte werden nicht mehr geprüft

Weil eine Novelle für das deutsche Lieferkettengesetz vom Kabinett eingebracht wurde, können einige Regelungen daraus schon jetzt laxer gehandhabt werden. Auch auf EU-Ebene wird Bürokratieabbau wichtig.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

NRW-Kommunen mit Entscheidungsfreiheit bei Vergaben

In Nordrhein-Westfalen verlagert sich die Verantwortung für den Umgang mit Unterschwellenvergaben komplett auf die kommunale Ebene. Ein Grundsatzrahmen ersetzt die UVgO und die VOB/A Abschnitt 1.
Mehr erfahren
24.11.2025 | News

Anhörungen zu Vergabe-Beschleunigungsgesetzen im Wirtschaftsausschuss

Öffentliche Aufträge sollen schneller vergeben werden können – allgemein und bei der Bundeswehr. Zwei Gesetzentwürfe der Bundesregierung befinden sich dafür auf dem Weg.
Mehr erfahren
11.11.2025 | News

Aus zwei mach eins: NRW will Vergabekammern zusammenlegen

Um Abläufe zu optimieren und Synergien zu nutzen, will das Land Nordrhein-Westfalen seine beiden Vergabekammern zu einer zusammenlegen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage hervor.
Mehr erfahren
29.10.2025 | News

Neue EU-Schwellenwerte ab 1. Januar 2026

Die Schwellenwerte für europaweite Ausschreibungen sinken zum 1. Januar 2026 leicht.
Mehr erfahren
29.10.2025 | News

Gesetz in Kraft: Wohl bald viele neue Vergaben durch Sondervermögen

Am 24. Oktober ist das Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) in Kraft getreten. Damit kann die Verteilung und Verwendung von 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen beginnen.
Mehr erfahren
24.10.2025 | News

Nachhaltigkeitskriterien auch bei Direktaufträgen des Bundes anwenden

Viele Wertgrenzen bei öffentlichen Vergabeverfahren sind erhöht worden. Im Bezug auf die Bundesverwaltung bedeutet das jedoch nicht, dass auf Nachhaltigkeitskriterien verzichtet werden kann.
Mehr erfahren
24.10.2025 | News

Initiativbericht des EU-Parlaments zur EU-Vergaberechtsreform

Weniger Bürokratie oder mehr Verantwortung? Mit diesen Standpunkten lässt sich auf den Punkt bringen, worum sich die Diskussion bei der geplanten Aktualisierung der EU-Vergaberichtlinien derzeit dreht.
Mehr erfahren
Zum Wissensbereich