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06.11.2018, Baden-Württemberg

Fairer Handel, andere Beschaffung

Durch das Fair-Trade-Siegel hat sich die Beschaffung in der Kleinstadt St. Georgen verändert – und die Entscheider in Sachen nachhaltige Beschaffung mutiger gemacht.

Die Kleinstadt St. Georgen im Schwarzwald trägt seit 2014 das Fair-Trade-Siegel – 2018 wurde es zum zweiten Mal verlängert. St. Georgen wird nun nach Aussagen von Melanie Reinl aus der Stadtverwaltung im Laufe des kommenden Jahres das Thema „Nachhaltige Beschaffung“ strukturell angehen. Die Entscheider in der Verwaltung seien aufgrund des Fair-Trade-Projekts in diese Richtung auf jeden Fall mutiger geworden, sagt sie.

Das dürfte Tobias Fritzsche, Mitglied der Steuerungsgruppe Fairtrade in St. Georgen, freuen. Er hat im Südkurier als Hauptziel gefordert, die nachhaltige Beschaffung in der Stadt zu verankern. Inwieweit das umzusetzen ist, darüber will die Verwaltung mit einem beratenden Dienstleister sprechen. Dieser soll zum Beispiel die Frage klären, ob eine Gemeinde einfach beschließen kann, Nachhaltigkeit zum Zuschlagskriterium zu machen. „Wir müssen uns bei Vergabeverfahren ja auch an Vorgaben halten“, sagt Reinl.

Im Bereich der Verbrauchsgüter jedenfalls hat sich die Stadt schon umgestellt: Kaffee, Zucker, Saft und Papier etwa bestellt sie jetzt aus fairem Handel oder nachhaltiger Produktion. Im Fall von St. Georgen also hat die Verleihung des Titels Fair-Trade-Stadt einen Prozess in Gang gesetzt, der nach und nach immer mehr Bieter betreffen könnte.

Quelle:

  • Interview mit Melanie Reinl, 26.10.2018
  • Südkurier

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