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Innovationen fördern

Öffentliche Auftraggeber sind dazu angehalten, dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag zu erteilen. Nicht immer bringt das niedrigste Angebot die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung. Hier kommen innovative Kriterien ins Spiel und können damit ein zukunftsweisendes, wirtschaftlich sinnvolles Kriterium bei öffentlichen Investitionen sein. Denn: Hochmoderne Produkte und neue technische Lösungen bieten der öffentlichen Hand nicht nur modernere Leistungen an, sondern ersparen ihr langfristig Kosten, etwa im Energiebereich. Die Förderung innovativer, ressourcenschonender Produkte und Technologien bietet zudem innovativen Unternehmen viele Chancen für wichtige Referenzprojekte und ermöglicht so eine schnellere Verbreitung des Produkts.

Vergabeverfahren für die innovative Beschaffung

In der öffentlichen Auftragsvergabe gibt es Verfahren und Ansätze, die eine Beschaffung von innovativen Produkten unterstützen und dabei im Einklang mit dem Vergaberecht stehen. Bei der Wahl des Vergabeverfahrens kommt etwa der wettbewerbliche Dialog oder das Verhandlungsverfahren den Vorstellungen eines innovationsfördernden Beschaffungsverfahrens am nächsten. Auch eine funktionale Leistungsbeschreibung oder die Zulassung von Nebenangeboten, in denen innovative Leistungen als Änderungsvorschläge untergebracht werden können, stehen den öffentlichen Auftraggebern als Mittel zur innovativen Beschaffung zur Verfügung. Wenn Auftraggeber Nebenangebote zulassen, signalisieren sie damit Offenheit für innovative Lösungen. Dennoch bleibt der Anschaffungspreis für die meisten öffentlichen Einrichtungen weiter das entscheidende Kriterium.

Innovative Beschaffung erhält Unterstützung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) liefert durch die Einrichtung des Preises „Innovation schafft Vorsprung“ wichtige Anreize, um das Thema der innovativen Beschaffung in den Kommunen, Gemeinden, Städten, usw. stärker zu verankern. Um praktische Hilfestellung zu gewährleisten, gründete das BMWi das vom Bundesverband Materialwirtschaft, Logistik und Einkauf e.V. (BME) betreute Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung (KOINNO). In Form von Beratungen und Leitfäden unterstützt das Kompetenzzentrum Vergabestellen beim Erwerb von neuen Produkten, Dienstleistungen und Systemlösungen. Auf seiner Internetplattform veröffentlicht KOINNO repräsentative Beispiele als Vorbilder, um die Idee der innovativen Beschaffung schneller zu verbreiten. Ebenfalls auf den Internetseiten können sich Auftraggeber und Unternehmen auf einem virtuellen Marktplatz über neue Produkte und Leistungen austauschen. Zudem tritt KOINNO auf Veranstaltungen auf bzw. führt diese oftmals regional selbst durch. Hier können sich beide Akteursseiten darüber informieren, wie Neuerungen kostengünstig eingeführt werden können.

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