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27.03.2015, Baden-Württemberg

Straßeninfrastruktur hat höchste Priorität

Das baden-württembergische Straßensanierungsprogramm 2015 wurde kürzlich vorgestellt.

Verkehrsminister Winfried Hermann und Staatssekretärin Gisela Splett haben im Rahmen einer Landespressekonferenz das Straßensanierungsprogramm 2015 vorgestellt. „Mit dem Sanierungsprogramm führen wir den im Jahr 2011 eingeleiteten Paradigmenwechsel im Straßenbau fort und räumen Erhaltung und Sanierung allerhöchste Priorität ein“, so Minister Hermann.

Die Erhaltung der bestehenden Straßeninfrastruktur ist von herausragender Bedeutung. „Aufgrund des zunehmenden durchschnittlichen Alters der Straßeninfrastruktur und der ständig steigenden Nutzungsanforderungen stellt unser Ziel, die Straßen in einen sicht- und vor allem spürbar besseren Zustand zu bringen, eine große Zukunftsaufgabe dar“, so der Minister. So wurden innerhalb der letzten fünf Jahre pro Jahr die Mittel für die Erhaltung der Bundesfernstraßen von 178 Millionen auf jetzt 335 Millionen Euro erhöht und für Landesstraßen auf jetzt 120 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Gleichzeitig stieg die Gesamtlänge der Straßenerhaltungsmaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen von 380 Kilometer im Jahr 2011 auf 546 Kilometer im Jahr 2014.

Für 2015 sieht das Sanierungsprogramm in einer ersten Tranche landesweit vor:

  • 19 Fahrbahnerhaltungsmaßnahmen und 39 Bauwerkserhaltungsmaßnahmen an Bundesautobahnen;
  • 99 Fahrbahnerhaltungsmaßnahmen und 68 Bauwerkserhaltungsmaßnahmen an Bundesstraßen;
  • 141 Fahrbahnerhaltungsmaßnahmen und 33 Bauwerkserhaltungsmaßnahmen an Landesstraßen.

Hinzu kommen 15 aktive Lärmsanierungsmaßnahmen im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms 2014 bis 2016.

Vierstufiges Erhaltungsmanagement

Ein hohes Investitionsniveau ist nur eines von insgesamt vier Elementen im Erhaltungsmanagement des Landes. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) hat als zweites Element ein Verfahren zur Priorisierung von Straßenerhaltungsmaßnahmen entwickelt. Im Turnus von vier Jahren werden Zustandserfassungen und -bewertungen durchgeführt, die den Regierungspräsidien als Grundlage für die Aufstellung von Erhaltungsprogrammen dienen.

Als drittes Element des Erhaltungsmanagements setzt das MVI auf neuartige, kostengünstige und umweltfreundliche Bauverfahren (zum Beispiel verstärkter Einsatz von Recyclingmaterialien). Viertes Element sind angepasste Standards in der Straßenbautechnik, zum Beispiel eine Verbesserung der Schadensanalyse durch standardisierte Voruntersuchungen.

Gemäß den aktuellen Zustandserfassungen befinden sich rund 20 Prozent der Bundesautobahnen (210 Kilometer), 38 Prozent der Bundesstraßen (1.600 Kilometer) und 49 Prozent der Landesstraßen (4.600 Kilometer) in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand. Bei den Brücken konnte mittels eines Schwerpunktprogramms die Brückenfläche in der schlechtesten Zustandsklasse an Bundesfernstraßen in den letzten fünf Jahren deutlich reduziert und an Landesstraßen konstant gehalten werden.

Verkehrsministerium: Handreichung Sanierungsplan 2015

Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur

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