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19.06.2018, Berlin

Werkstoff Holz – Berlin ändert Bauordnung

Wenn es schnell gehen muss, haben Holzelemente nach Ansicht der Stadt Berlin Vorteile. Der Senat änderte die Bauordnung entsprechend und lässt Holzbauweise nun auch bei tragenden Teilen zu.

Berlin braucht dringend neue Schulen, um auf steigende Schülerzahlen zu reagieren. Dieser Handlungsdruck hatte nun auch Auswirkungen auf die Anforderungen an den Gebäudebau: Die Stadt hat den Einsatz von Holz als Baustoff auch für tragende Teile in Gebäuden erleichtert. Im April trat eine entsprechende Änderung der Berliner Bauordnung in Kraft. In Paragraf 26 gibt es nun einen zusätzlichen Absatz, der „tragende oder aussteifende sowie raumabschließende Bauteile“ in Holzbauweise erlaubt, wenn „die erforderliche Feuerwiderstandsfähigkeit gewährleistet wird.“

Da sich Holzelemente gut vorfertigen ließen, verkürze sich die Bauzeit von Gebäuden gegenüber herkömmlichen Bauweisen enorm. Darum sollen die dringend benötigten Schulneubauten und Kitas überwiegend in Holzbauweise errichtet werden. Die Änderung der Bauordnung erleichtere dieses Vorhaben deutlich, heißt es im Newsletter „Grüne Beschaffung“ der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Im Mai 2016 hatte der Senat das „Modellvorhaben zur Beschleunigung von Schulneubauten – MOBS“ beschlossen. Die Anzahl und Komplexität der Vergabeverfahren war hoch. Damit die Aufträge dennoch für ausführende Unternehmen attraktiv blieben, hatte die Stadt die Planungs- und Bauprozesse des Modellvorhabens standardisiert.

Quelle:

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