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30.11.2018, Berlin

Wie fair bestellt die Fairtrade-Stadt Berlin?

Anfang November hat Berlin die Auszeichnung „Fairtrade“-Stadt entgegengenommen. Nach Ansicht der Christlichen Initiative Romero ist in der Hauptstadt beim Thema Arbeitsrechte noch Luft nach oben.

Fairtrade-Städte stehen für ein nachhaltiges Engagement auf kommunaler Ebene und fördern gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Berlin hat diese Auszeichnung jüngst bekommen. Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sieht, dass dieser Titel verpflichtet: „Das Berliner Vergaberecht wird stärker auf fairen Handel setzen“, verspricht sie.

Die Christliche Initiative Romero (CIR), die sich für Arbeits- und Menschenrechte in Mittelamerika einsetzt, hat in einer Studie herausgefunden, dass es noch viel Verbesserungsbedarf zu geben scheint. Sie berichtet darin zum Beispiel, dass Cateringfirmen die im Vergabegesetz geforderten Arbeitsrechte mit einem simplen Trick umgingen. Statt glaubwürdige Nachweise wie anerkannte Siegel zu liefern, legten die Lieferanten eine Eigenerklärung vor, dass das Produkt nicht zertifiziert zu haben sei.

Vielleicht ist die aktuelle Zertifizierung ein neuer Anreiz für die Stadt. In jedem Fall setzt sie sich weiter mit dem Thema auseinander, denn für die Zertifizierung müssen Städte mehrere Kriterien erfüllen. Die CIR beteiligt sich im Berliner „Fairgabe“-Bündnis mit politischen Forderungen an der Novelle des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG).

Quelle:

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