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28.01.2016, Deutschland

Zentren für Digitalisierung

Um mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen, werden in Deutschland Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren aufgebaut.

Das Wissen über die Chancen und Geschäftsmöglichkeiten, die mit der Digitalisierung einhergehen, seien insbesondere im Mittelstand nur wenig bekannt. Dies hat eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gezeigt. Ebenso seien auch die bisherigen Projekte zur Digitalisierung und zur Industrie 4.0 oftmals nur auf vereinzelte Technologien bezogen. Auch die Zusammenführung, Aufbereitung und Vermittlung der Ergebnisse seien noch nicht in einer Form geschehen, die für den Mittelstand und das Handwerk geeignet ist.

Um den Sachstand zu verbessern, wird das BMWi Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren in der gesamten Bundesrepublik einrichten. Diese sollen mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung sowie der Anwendung von Industrie 4.0-Ansätzen unterstützen. Ergänzt werden diese durch ein separates Handwerks-Kompetenzzentrum.

Die Kompetenzzentren verfolgen das Ziel, praxisrelevantes Wissen zur Digitalisierung und zur Industrie 4.0 zu bündeln, weiterzuentwickeln und für den Mittelstand aufzubereiten. Dieses Wissen soll dann auf den Mittelstand übertragen werden, indem die Unternehmen informiert, qualifiziert und für die Chancen und Risiken der Digitalisierung sensibilisiert werden. Außerdem sollen die Kompetenzzentren Lösungsansätze sammeln und für die Unternehmen vorbereiten. Neben diesen Dienstleistungen verfügen die Einrichtungen auch über die nötige Ausstattung, um den Unternehmen aus dem Mittelstand die Möglichkeit zu geben, technische Entwicklungen zu testen.

Das erste Kompetenzzentrum ist in Hannover unter der Leitung von den am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) ansässigen Instituten und dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) bereits gestartet.

Im Lauf des Jahres sollen weitere Kompetenzzentren folgen:

  • Dortmund (Nordrhein-Westfalen) unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik.
  • Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) unter der Leitung des Technologie-Initiative SmartFactoryKL e.V.
  • Darmstadt (Hessen) unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt, Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen
  • Berlin/Brandenburg unter der Leitung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschland e.V.Handwerks-Kompetenzzentrum unter der Leitung des Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover
  • Augsburg (Bayern) unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Projektgruppe Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen
  • Chemnitz (Sachsen) unter der Leitung der Technischen Universität Chemnitz, Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme
  • Hamburg unter der Leitung der Handelskammer Hamburg Service GmbHIlmenau (Thüringen) unter der Leitung der Technischen Universität Ilmenau, Fachgebiet Fertigungstechnik im Thüringer Zentrum für Maschinenbau
  • Stuttgart (Baden-Württemberg) unter der Leitung des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation.

Nähere Informationen zu den Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren erhalten Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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