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10.10.2018, Deutschland

Deutsche Vergaben transparent und schnell

Im Binnenmarktanzeiger 2018 hat die EU unter anderem das Auftreten ihrer Mitgliedsländer bei der öffentlichen Beschaffung untersucht. Deutschland liegt im Mittelfeld.

Die europäische Kommission hat den Binnenmarktanzeiger 2018 veröffentlicht. Dieser liefert einen detaillierten Überblick über den Stand der Umsetzung von EU-Binnenmarktvorschriften und untersuchte die Leistungen einzelner EU-Länder bei der öffentlichen Beschaffung.

Für das öffentliche Auftragswesen werden Qualität und Defizite der Mitgliedsstaaten anhand von zwölf Einzelindikatoren beurteilt. Diese sind etwa „Anteil der Vergabeverfahren mit nur einem einzigen Bieter“ oder „Zahl der Angebote von kleinen und mittleren Unternehmen“. Im EU-Vergleich liegt Deutschland im Mittelfeld.

Gut bei Transparenz

Gut schnitten die deutschen Vergaben beispielsweise ab in der Kategorie „No call for bids“– ein Indikator für Transparenz und Wettbewerb. Der Anteil der Vergaben, die nicht ausgeschrieben wurden, lag in Deutschland 2017 bei nur 3 Prozent. Auch schnitten die Deutschen bei der Entscheidungsgeschwindigkeit gut ab: Vom Ende der Einreichungsfrist bis zur Vergabe des Auftrags vergingen im Schnitt 55 Tage. Bei einigen EU-Ländern lag diese Zeitspanne bei mehr als 150 Tagen.

In Deutschland werden – und das ist eine der Kategorien, in denen es nur unterdurchschnittliche Bewertungen gab – Aufträge tendenziell eher an große Firmen vergeben. Kleine und mittelständische Unternehmen kommen häufiger nicht zum Zuge, obwohl sie sich relativ häufig an Ausschreibungen beteiligen.

Quelle:

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