Feedback abgeben
Nach oben
Jetzt registrieren
 

Ähnliche Nachrichten

20.06.2013, Deutschland

Erste Empfehlungen für die Reformkommission

Am 19. Juni tagte zum zweiten Mal die von Bundesminister Ramsauer gegründete Reformkommission.

Die Reformkommission für Großprojekte, die sich aus Spitzenkräften der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammensetzt und Ende April zum ersten Mal tagte, erörterte bei ihrer zweiten Sitzung Empfehlungen der Arbeitsgruppen rund um das Thema Planung. Die Arbeitsgruppen schlugen vor, dass verstärkt in der früheren Planungsphase anzusetzen ist. Schon bei der Ermittlung des Bedarfs, aber auch zu Kontrolle der Planungsqualität und Seriosität von Kostenschätzungen sollten unabhängige Prüfer hinzugezogen werden. So wäre eine schärfere Kontrolle der Planungsqualität und Kostenschätzung möglich. Zudem sollte die Risikoermittlung ebenso von Beginn an verpflichtend sein, wie auch die regelmäßige Information der Öffentlichkeit bezüglich Entwicklung von Kosten und Terminen. Eine dritte Empfehlung sieht den Einsatz von modernsten computergestützten Planungsmethoden, wie etwa das Building Information Modelling, vor. Mittelfristig sollte der Einsatz zur Pflicht werden. „Bei Großprojekten brauchen wir Kostenwahrheit und Kostenklarheit. Die Arbeitsgruppen haben Empfehlungen vorgelegt, wie die Planungsphase großer Bauprojekten optimiert und Zeitpläne besser eingehalten werden können. Wir haben gute Vorschläge auf dem Tisch. Der Ansatz stimmt: Fehler am Anfang lassen sich später nur schwer und zu oft hohem Preis wieder korrigieren. Die Weichen müssen von Anfang an richtig gestellt werden. Die Bürgerinnen und Bürger müssen einbezogen und Kosten und Risiken transparent sein.“, sagt Bundesminister Peter Ramsauer.

Die Arbeit der Reformkommission

Die Reformkommission tagt noch insgesamt viermal und wird anschließend einen Abschlussbericht im Jahr 2014 vorlegen. Dieser wird als Grundlage für das „Handbuch Großprojekte“ genommen, das als praktischer Leitfaden für alle Beteiligten eines Großprojektes dienen soll. Zudem könnte die Reformkommission Rechtsänderungen vorschlagen. Die kommende Sitzung hat das Kosten- und Terminmanagement als Schwerpunkt.

Quelle: Pressemitteilung BMVBS

Zurück