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15.07.2016, Deutschland

Investitionsrückstand steigt weiter

Das KfW-Kommunalpanel 2016 zeigt, dass der Investitionsrückstand der Kommunen auf 136 Mrd. Euro angestiegen ist.

Mehr als die Hälfte geht dabei auf Investitionsbedarfe in den Bereichen Straßen- und Verkehrsinfrastruktur (35 Mrd. €) sowie Schulen und Erwachsenenbildung (34 Mrd. €) zurück.

Dass trotz steigender Investitionsausgaben der Rückstand weiter angestiegen ist, ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Kommunen in der Summe weniger investieren als ihnen durch Abschreibungen verloren geht. Bereits seit 2003 sind die Nettoanlageinvestitionen negativ, zuletzt lag das Minus bei ca. 5 Mrd. Euro. Problematisch ist dabei nicht nur die Finanzierung neuer Infrastruktur, sondern auch der Unterhalt bestehender Einrichtungen.

Investitionsrückstand vor allem bei finanzschwachen Kommunen

Das KfW-Kommunalpanel 2016 zeigt auch die zunehmende Diskrepanz zwischen den Kommunen auf. So tätigen Kommunen ohne Haushaltsausgleich rund ein Drittel weniger Investitionen als Kommunen mit Haushaltsausgleich. Ebenfalls haben finanzschwache Kommunen deutlich größere Schwierigkeiten den Unterhalt zu finanzieren, sodass gerade in diesen Kommunen der Investitionsrückstand weiter dramatisch anwächst.

Auch aufgrund flüchtlingsbedingter personeller und finanzieller Belastungen blieb die Investitionstätigkeit im vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurück. 2016 wird allerdings mit einer starken Zunahme der kommunalen Investitionstätigkeiten gerechnet (+ 2,2 Mrd. €). Da die Kommunen zugleich aber ihren Eigenmittelanteil reduzieren, ist mit einer Investitionssteigerung wohl nicht zu rechnen. Insgesamt ist festzuhalten, dass auch die geplanten Investitionen in 2016 nicht reichen werden, den kommunalen Investitionsrückstand signifikant zurückzuführen.

Quelle: Deutscher Städte- und Gemeindebund

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