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12.11.2013, Deutschland

Studie zur Wirtschaftskraft in Deutschland

Letzte Woche wurde der „Zukunftsatlas 2013“ veröffentlicht, der die Wirtschaftskraft in Deutschland untersucht.

Die Wirtschaftskraft in Deutschland ist ungleicher verteilt denn je: Vor allem der Süden boomt und baut seinen Vorsprung gegen über dem Norden, Westen und Osten weiter aus. Das geht aus dem veröffentlichten «Zukunftsatlas 2013» hervor, den das Forschungsinstitut Prognos für das «Handelsblatt» erstellt hat.

Von den 78 Kreisen, denen Prognos hohe bis beste Zukunftschancen attestiert, liegen inzwischen 83 Prozent in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen. Unter den 30 schwächsten Landkreisen im Ranking stammen
27 aus Ostdeutschland. Doch verläuft die Wohlstandsgrenze nicht mehr so klar wie früher zwischen Ost und West. Denn der große Absteiger im Prognos-Ranking ist das Ruhrgebiet. Viele alte Kohlestädte wie Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen oder Bottrop gehören mittlerweile zu den Regionen mit den größten Zukunftsrisiken.

Sorgenkind Niedersachsen

Niedersachsens Wirtschaftskraft ist einer Studie zufolge gefährlich ungleichmäßig verteilt: Während die Achse um die Landeshauptstadt Hannover und weiter gen Osten in Richtung des Wirtschaftsmotors Volkswagen rund um Wolfsburg boomt, drohen besonders der Süden Niedersachsens und Teile der Küste ins Hintertreffen zu geraten. Neben den Sorgenkindern im Süden und Norden ist demnach auch in der östlichsten Ecke in den Kreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg die künftige wirtschaftliche Zugkraft in Gefahr.

Hohe wirtschaftliche Dynamik in Rostock

Rostock gehört zu den Regionen in Deutschland mit der höchsten wirtschaftlichen Dynamik. In dem am Freitag veröffentlichten «Zukunftsatlas 2013», den das Forschungsinstitut Prognos für das «Handelsblatt» erstellte, nimmt die Hansestadt unter den 402 untersuchten Kreisen und Großstädten Rang 24 in dieser Kategorie ein. In der Gesamtbewertung von Risiken und Chancen klettert Rostock im Vergleich zur Erhebung von 2010 um 50 Plätze auf Rang 203. Doch im Gegensatz zu vielen süddeutschen Zentren strahlt Rostock kaum ins Umland aus. Die beiden Landkreise in Vorpommern verharren weit hinten, Vorpommern-Rügen auf Platz 400.

Informationen zur Studie

Für die Studie hatte das Schweizer Forschungsinstitut Prognos die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit aller 402 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands untersucht und dabei 29 Indikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, zur Konjunktur- und Arbeitsmarktlage sowie zur demografischen Situation und zur sozialen Lage berücksichtigt. Laut Prognos „fungiert der Zukunftsatlas als zentrales Instrument zur Ableitung regionsspezifischer Handlungsbedarfe und der Gestaltung zukunftsorientierter Strategieprozesse der Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung. Zudem ist er als ergänzender Baustein bei der Standortuntersuche für Unternehmen nutzbar.“

Quelle: dpa, Prognos

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