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04.11.2014, Baden-Württemberg

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Mit technischen Dienstleistungen kann die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig abgesichert werden.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg wird die systematische Entwicklung neuer Dienstleistungen zur Positionierung im Wettbewerb immer wichtiger. Doch in diesen oft hochspezialisierten und international agierenden Unternehmen steht nicht selten das Produkt beziehungsweise die Technologie ganz besonders im Fokus. So werden aber die Potenziale zur nachhaltigen Absicherung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, den der systematische Ausbau von Dienstleistungen bietet, nicht ausgeschöpft. Das Transferprojekt „Neue Wege zu modernen Dienstleistungen“ von IHK, Handwerkskammer und Wirtschaftsministerium soll dies nun ändern.

Aber wie genau entwickelt man systematisch neue Dienstleistungen? Der zielführende Prozess erfolgt in insgesamt fünf Schritten. Zunächst wird die aktuelle Situation ermittelt. Die Analyse mit Hilfe einiger dem Ingenieurwesen entlehnter Instrumente und Methoden zeigt auf, wo bereits Dienstleistungen stattfinden, an welchen Stellen des betrieblichen Auftragsdurchlaufs das Unternehmen mit den Kunden in Kontakt tritt, welchen strategischen Wert die Dienstleistung hat und ob sie überhaupt bezahlt oder aber verschenkt wird.

In einem zweiten Schritt formuliert der Unternehmer seine Dienstleistungsziele und entwickelt eine entsprechende Strategie. Dazu bedient er sich einer Reihe praxiserprobter Vorgehensweisen, wie etwa der SMART-Methode zur Formulierung konkreter und nachprüfbarer Zielstellungen.

In einem dritten Schritt wird das unternehmerische Dienstleistungspotenzial ermittelt. Erste Ideen werden jetzt entwickelt und bewertet. Auch hier helfen Methoden aus dem Ingenieurwesen wie das Morphologische Tableau.

Die Gestaltung des Dienstleistungsprozesses erfolgt im vierten Schritt: Anhand des sogenannten Service Blueprintings, also mit einer „Blaupause“, werden noch im Entwicklungsprozess mögliche Fehlerquellen erkennbar, die es anschließend abzustellen gilt.

Im fünften und letzten Schritt wird das Dienstleistungsergebnis bewertet. Dies geschieht häufig mit einer klassischen Kundenbefragung. Vorgestellt wird aber auch die erweiterte Kontierung. Mit Hilfe dieser Methode lassen sich etwa bei der Bewertung vorhandener Dienstleistungen strategische Geschäftsfelder bilden. Die Folge sind eine bessere Planbarkeit neuer Aktivitäten sowie Kostenersparnis durch die nun mögliche Konzentration auf wesentliche Dienstleistungsaktivitäten.

Hinweis

Am 13. November,17.30 bis 21.00 Uhr findet eine Veranstaltung zum Thema „Erfolg mit neuen Dienstleistungen“ statt. Damit sollen möglichst viele Unternehmen in die Lage versetzt werden, neue Ideen am Markt zu platzieren und dadurch ihre Zukunft zu sichern.

Ort: IHK, Jägerstraße 30, 70174 Stuttgart
Anmeldung bis 6. November unter www.stuttgart.ihk.de, Dok-Nr. 17570898

Quelle: Magazin Wirtschaft der IHK Region Stuttgart, Ausgabe 11/2014

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