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28.11.2014, Berlin

Keine neue Ausschreibung

Trotz Forderung der Grünen den S-Bahn-Betrieb neu auszuschreiben, bleibt der Zuschlag bei der DB.

Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus haben gefordert, den Betrieb der S-Bahn auf der Ringstrecke neu auszuschreiben. Verkehrssenator Michael Müller (SPD) habe die Weichen für die Vergabe bewusst falsch gestellt, kritisierte der Grünen-Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar. Deshalb sei bei dem Verfahren nur ein Bieter übriggeblieben: der bisherige Betreiber S-Bahn Berlin GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn. «Wenn Sie, Herr Müller, diese Ausschreibung jetzt durchzocken, wird am Ende die Bahn diktieren», sagte Gelbhaar.

Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU lehnten eine neue Ausschreibung ab.
Ein neues Verfahren koste nur mehr Zeit, sagte der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann. Der von Gelbhaar geforderte landeseigene Fuhrpark bedeute zudem ein erhebliches finanzielles Risiko für das Land. Der CDU-Abgeordnete wies auf mögliche Schadenersatzforderungen gegen das Land hin.

Ursprünglich sollte der S-Bahn-Ring mit den Zubringerstrecken im Südosten von Dezember 2017 an für 15 Jahre neu vergeben werden. Das Verfahren verzögerte sich jedoch. Inzwischen ist klar, dass der S-Bahn-Verkehr wenigstens bis 2023 in der Hand der Deutschen Bahn bleibt. Erst dann sollen neue Züge einsatzfähig sein. Die alten Wagen so lange fahrtüchtig zu halten, koste 160 Millionen Euro, sagte Gelbhaar.

Quelle: dpa

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