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23.05.2016, Deutschland

Rückgang der Zahlungsmoral

Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

Laut den Ergebnissen einer Frühjahrs-Umfrage lässt die öffentliche Hand Bauunternehmen länger auf Rechnungsbegleichung warten.

„Die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand hat sich zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr wieder verschlechtert und das, obwohl das Gesetz eigentlich doch mehr Zahlungsdisziplin bringen sollte“ kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, die jüngsten Umfrageergebnisse.

Zahlungsmoral privater Auftraggeber besser

Laut den Umfrage-Ergebnissen würden 36 Prozent der Bauunternehmen melden, dass ihre öffentlichen Kunden nicht innerhalb von 30 Tagen, sondern erst später ihre Rechnung begleichen, das seien genauso viele wie vor Inkrafttreten des Gesetzes. Somit war die leichte Verbesserung aus dem Vorjahr nicht von langer Dauer gewesen. Dagegen konnten sich die Gläubiger privater Schuldner über eine weitere Verbesserung ihrer Zahlungsmoral freuen: Lediglich 7 Prozent der befragten Bauunternehmen mussten bei der Begleichung ihrer Rechnungen länger als 30 Tage warten.

Knipper: „Man freue sich natürlich, dass einige öffentliche Gebietskörperschaften ihre Investitionsmittel erhöht haben, um die Versäumnisse der Vergangenheit bei der Instandhaltung der Infrastruktur wieder zu beheben. Jedoch sollten sie den Bauunternehmen nicht mit Zahlungsverzögerungen an den Rand der Insolvenz treiben. Schließlich entfallen immer noch 28 Prozent des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf den Öffentlichen Bau.“

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.

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