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20.04.2017, Deutschland

Leitfaden Bio-Lebensmittel

Der Beschaffung von Bio-Lebensmitteln für kommunale Einrichtungen widmet sich ein neuer Praxisleitfaden.

Welche Vorteile bringt die Beschaffung von Bio-Lebensmitteln für kommunale Einrichtungen, und wie können Kommunen bei Einkauf und Beschaffung vorgehen? Diese und weitere Fragen beantwortet der neue Leitfaden „Mehr Bio in Kommunen“, der vom Netzwerk deutscher Biostädte herausgegeben, von der Landeshauptstadt München beauftragt und vom Beratungsunternehmen a’verdis gemeinsam mit dem Öko-Institut verfasst wurde. Der Leitfaden ist Teil des Projektes „Strategien und Konzepte zur erfolgreichen Einführung von Bio-Lebensmitteln im Verpflegungsbereich von Kommunen“ der Biostädte Augsburg, Freiburg, Heidelberg, Lauf, München und Nürnberg, das über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert wurde.

Noch ist Bio eine Herausforderung

Öffentliche Auftraggeber in Deutschland beschaffen jährlich Produkte, Bau- und Dienstleistungen in einem Umfang von rund 19 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Etwa die Hälfte der Ausgaben entfällt auf Bund und Länder, die andere Hälfte auf Kommunen und Landkreise. In den öffentlichen Verpflegungseinrichtungen spielen Bio-Lebensmittel allerdings noch eine geringe Rolle. Nach vorsichtigen Schätzungen machen Bio-Lebensmittel im Außer-Haus-Bereich gerade einmal fünf Prozent des gesamten Bio-Marktes aus. Gründe hierfür sind – die auf den ersten Blick – höheren Preise, der im Vergleich zu herkömmlichen Produkten höhere Beschaffungsaufwand und unklare Verfahren von Bio-Zertifizierung für Großküchen.

Andreas Hermann, Experte für Beschaffungsrecht am Öko-Institut sieht noch weitere Ursachen: „Für die Beschaffungsstellen der Kommunen stellen die komplexen rechtlichen Vergabeanforderungen sowie die fehlenden politischen Vorgaben zur Beschaffung von Bio-Lebensmitteln ebenfalls eine große Herausforderung dar“.

Hilfestellung für Vergabeverfahren

Der Leitfaden „Mehr Bio in Kommunen“ wirkt dem entgegen, indem er Vorschläge für Ausschreibungsverfahren enthält. Angepasst an die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen einer kommunalen Einrichtung helfen Textbausteine, den gewünschten Anteil an Bio-Lebensmitteln, vegetarischen Produkten, fair gehandelte Produkten, Fisch aus nachhaltigem Fischfang – aber auch Anforderungen zur Abfallvermeidung konkret zu formulieren. Im Serviceteil des Leitfadens stehen ausführliche Erfolgsbeispiele sowie nützliche Adressen und Literatur zum Thema.

Der Leitfaden kann auf den Internetseiten von Biostädte.de kostenlos heruntergeladen werden.

Quelle: Öko-Institut e.V.

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