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17.06.2019, Sachsen-Anhalt

Rügen lohnt sich für Hochtief

Nach einem vor Vergabekammer und Gericht ausgetragenen Streit um den Zuschlag für den Bau der Elbbrücke in Magdeburg hat der Stadtrat das Projekt an eine Bietergemeinschaft um Hochtief vergeben.

Die Vergabe wurde nach Angaben der Stadt am 13. Juni 2019 in einer nichtöffentlichen Sitzung mehrheitlich beschlossen. Der millionenteure Ersatzneubau des Strombrückenzugs ist schon lange geplant. Eine stark vom Hochwasser geschädigte alte Brücke muss ersetzt werden. Es handelt sich um eine wichtige Verkehrsader. Der Streit um die Vergabe hat die Planungen und den Bau laut der Stadt um eineinhalb Jahre zurückgeworfen.

Bereits im Dezember 2017 hatte der Magdeburger Stadtrat das Projekt an die Bietergemeinschaft Strabag/Züblin vergeben, Hochtief erhob dagegen Widerspruch und ließ die Entscheidung überprüfen. Im April 2018 stoppte die Vergabekammer in Bonn die Vergabe an Strabag/Züblin, das Unternehmen zog vor Gericht. Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied im April 2019, Strabag/Züblin habe die Auflagen der Ausschreibung im Detail nicht erfüllt. Ein weiteres Prüfverfahren ergab laut der Stadt Magdeburg, dass Hochtief die gestellten Anforderungen erfüllte. Den Angaben zufolge lag das einstige Angebot bei etwa 93 Millionen Euro. Das Unternehmen könne mit der nun veränderten Bauzeit aber neue Vergütungsansprüche geltend machen, teilte die Stadt weiter mit.

Quelle: dpa

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