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03.12.2015, Deutschland

Wie funktioniert umweltfreundliche Beschaffung?

Für den Erfolg der umweltfreundlichen Beschaffung muss sie im Denken und Handeln einer Institution verankert sein.

Als einer der größten Nachfrager auf dem Markt sollte die öffentliche Hand in Sachen Nachhaltigkeit und umweltfreundlicher Beschaffung mit gutem Beispiel vorangehen. Das Umweltbundesamt hat dazu ein Hintergrundpapier veröffentlicht, das aufzeigt, wie umweltfreundliche Beschaffung bei öffentlichen Aufträgen umgesetzt werden kann und welche rechtlichen Regelungen zu beachten sind.

Das Hintergrundpapier ist in sechs Kapitel aufgeteilt und behandelt verschiedene Aspekte der umweltfreundlichen Beschaffung. Zunächst wird die Grundsatzfrage beantwortet, warum umweltfreundlich beschafft werden sollte. Hier werden die Vorreiterrolle der öffentlichen Hand sowie die positiven Effekte durch nachhaltige Beschaffung in besonderem Maße herausgestellt.

Anschließend werden verschiedene Umweltaspekte im Vergabeverfahren beleuchtet. Dabei werden die wesentlichsten Punkte anhand des Beschaffungsprozesses dargestellt, die sich von der Bedarfsanalyse über die Eignungsprüfung und Angebotswertung bis hin zu den Auftragsausführungsbestimmungen erstrecken.

Das Hintergrundpapier bezieht sich allerdings nicht nur auf die Theorie, sondern stellt auch die Integration in die Praxis dar. Besonderes Augenmerk legt das Umweltbundesamt darauf, dass Entscheidungsträger sich klar zur umweltfreundlichen Beschaffung bekennen und auch frühzeitig die Bedarfsträger und die Verantwortlichen für Umweltschutz- und Energiefragen einbezogen werden. Um den Effekt zu verstärken, den die öffentliche Auftragsvergabe beim Erreichen von Umweltzielen herbeiführen kann, sollte die Funktion der Vergabestellen hinterfragt werden. Diese sollten nunmehr nicht ausschließlich als reine „Bestellungsabwicklung“ gesehen werden, sondern vielmehr in übergeordnete Planungs- und Budgetierungsphasen eingebunden werden. Ebenso sollte auch die Rolle als Innovationstreiber im strategischen Prozess ausgebaut werden.

Zum Download des Hintergrundpapiers gelangen Sie hier.

Quelle: Umweltbundesamt

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