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15.04.2015, Deutschland

Forderung nach mehr Vergabeverfahren

Der BDIA fordert, dass Innenarchitekten bei öffentlichen Vergabeverfahren mehr berücksichtigt werden müssen.

Innenarchitekten sind bei öffentlichen Vergabeverfahren angemessen zu berücksichtigen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktuelles Rechtsgutachten, das der BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten anlässlich der aktuellen Vergaberechtsreform in Auftrag gegeben hat. Autor ist der renommierte Berliner Vergaberechtler Thomas Maibaum.

Die derzeit geübte Vergabepraxis schreibt Planungsleistungen aus den beiden Bereichen Architektur und Innenarchitektur nicht getrennt aus. Hierdurch wird die eigenständige Bewerbung von Innenarchitekten unmöglich. In Ausnahmefällen wird lediglich die Bildung einer Bietergemeinschaft von Architekten und Innenarchitekten zugelassen. Durch diesen Ausschluss von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten verzichtet die öffentliche Hand laut BDIA auf gute nutzerbezogene und nachhaltige Innenarchitektur.

Stärkung des Mittelstands gilt auch für Planungsleistung

Durch das Vergaberecht sollen auch mittelständische Strukturen gefördert werden. Dies wird in der zurzeit stattfindenden Novelle des Vergaberechts ausdrücklich betont, beispielsweise im hierzu vom Bundeskabinett am 7. Januar beschlossenen Eckpunktepapier. Dieser Grundsatz gilt nach Auffassung des Gutachters Thomas Maibaum auch für Innenarchitekturbüros. Danach besteht seitens der Planerinnen und Planer ein Anspruch auf eine getrennte Vergabe von Leistungen aus den Bereichen Architektur und Innenarchitektur in so genannten „Losen“. Ein Los beschreibt ein klar definiertes Leistungspaket.

Der BDIA fordert die öffentlichen Bauherren daher auf, geltendes Recht umzusetzen und Innenarchitekturleistungen gesondert auszuschreiben. Nur so kann eine angemessene Beteiligung des Berufsstandes gewährleistet werden.

Das Gutachten steht als PDF-Datei auf den Internetseiten des BDIA zum Download zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des BDIA vom 8. April 2015

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